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9 Mädels, 3 Hunde, 1 Wanderweg - NRW-Wandermädels unter sich

Am 06.August trafen wir uns in genau dieser Konstellation, um eine Etappe des Neanderlandsteiges zusammen zu gehen, uns kennenzulernen, uns auszutauschen und vorallem einfach, um draußen zu sein.

Die Idee

Doch wie kommt man auf die Idee, mit (teils) wildfremden Frauen auf eine Wanderung zu gehen? Das ist schnell erzählt: 
Die liebe Kathrin vom Blog Fräulein Draußen gründete eine Facebook-Gruppe für Outdoormädels. Schnell fanden sich einige Mädels aus NRW, die gerne mehr rausgehen würden, aber niemanden haben, der sie gerne begleiten möchte. Also gründete ich kurzerhand die "Tochtergruppe" NRW-Wandermädels und schnell war auch die erste Wanderungsplanung im Gange. 
Neun Mädels fanden dann am 06. August auch die Zeit, ein paar km zusammen zu bestreiten. 

Eine Wanderung mit Fremden zu planen beginnt erstmal mit einem großen Fragezeichen. 
Was ist, wenn Überflieger und lahme Schnecken dabei sind? Was ist, wenn die Gruppe total auseinander reißt? Was muss ich, als "Organisatorin" beachten? Was ist, wenn ich total versage? Was gibt es eigentlich für Wanderungen möglichst mittig in NRW? Wie lang und anstrengend sollte die Wanderung eigentlich sein, sodass niemand über- oder unterfordert ist?

(v.l.n.r.: Käthe, Lara, Carolin, Kathi, Clara, Johanna, Alexandra & Alexandra. Mitte unten: Heike)

ABER: 
Zum Glück kochen wir ja alle nur mit Wasser und die NRW-Wandermädels haben es mir sehr leicht gemacht! Ein dickes DANKE dafür. In unserer Gruppe wurde ein wenig hin und her überlegt und vorgeschlagen und letztendlich haben wir uns darauf geeinigt, eine ganz leichte Tour für den Anfang zu machen. Somit hatten wir genug Luft für ausgiebige Schnattereien - immerhin wollten wir uns alle ja kennenlernen und nicht nur stumm nebeneinander herrennen. 😋
Eines der Mädels schlug den Neanderlandsteig vor. Ich befasste mich also mit den Etappen und als ich bei einer Etappe von "Bachläufen und verwunschen wirkenden Wäldern" laß, war es quasi um mich geschehen und die Tour war festgelegt. 

Die Tour

Etappe 12 des Neanderlandsteiges führt von Hilden nach Düsseldorf-Garath. Auf knappen 12 km läuft man ohne große Anstrengung durch schöne Wälder, vorbei an kleinen Bachläufen, passiert Seen und Felder und endet schließlich für Kaffee und (Pfann-)Kuchen im Hellerhof's Café-Restaurant Hotte-Hü - Pferdebeschau inklusive. 

Aber von vorn:
Der Startpunkt unserer Wanderung befindet sich in Hilden am Wanderparkplatz "Am Schönenkamp". Von dort starten wir direkt in den Forst Benrath und folgen der Beschilderung des Neanderlandsteiges. Alexandra kennt sich hier sehr gut aus und sorgt dafür, dass wir nicht auf falsche Wege geraten. Zwischendurch legen wir an Brombeer-Büschen einen kurzen Stop ein und plündern diese direkt. Eine kleine Stärkung zwischendurch kann schließlich nicht schaden 😁


 Der Weg führt nun in den Stadtwald Düsseldorf und für ein kurzes Stück entlang der Itter.
Weiter durch den Wald gelangt man schließlich an den Oerkhaussee. Hier kann man kurz rasten und die Ruhe des Sees auf sich wirken lassen.


Ein kurzes Stück führt der Weg nun durch zwei Felder und dann direkt wieder in den Wald am Burbach entlang. Nicht nur für die Hunde eine Wohltat... 




 
Hier kann man auch super seine Füße erfrischen und ein bisschen durch den Sandboden waten. Johanna, wie ist das Wasser?




Das letzte Wegstück führt uns hinter einer Siedlung entlang durch einen Park. Direkt neben uns soll sich das Schloss Garath befinden - viel sehen wir jedoch nicht davon.
Wir passieren die Hauptstraße und sind schon fast am Ziel unserer Wanderung - dem Café Restaurant Hotte-Hü. Dieses Café ist mitten auf einem Reiterhof, man kann hier also auch beim Training zuschauen. Die ein oder andere Fliege bleibt hier natürlich nicht aus, aber darüber sehen wir mal hinweg. Wir gönnen uns eine Stärkung - einige Portionen fallen dabei größer aus, als erwartet - aber alle sitzen danach satt und zufrieden in ihren Stühlen. Doch viel mehr Pause bleibt uns nicht. Die Öffentlichen fahren bald ab Düsseldorf-Hellerhof zurück nach Hilden zu unseren Autos und wir müssen alle noch ein Stück weiter nach Hause fahren. Alexandra kann mit ihren beiden Vierbeinern von hier direkt nach Hause laufen. Der Rest bricht auf Richtung Bahnhof.
Wir verabschieden uns fürs Erste von Alex. Die nächste Wanderung wird spätestens im Winter im Sauerland stattfinden, so verabreden wir uns. ☝✔ Als wir dann endlich auch an den Autos ankommen (auf dem Weg hatten wir mit Busausfällen zu kämpfen und zu Gunsten des kleinen Vierbeiners von Lara wollten wir die letzten km nicht mehr zu Fuß gehen), verabschiedet sich nun auch der Rest und macht sich auf den Heimweg.


An dieser Stelle ein großes DANKE an die Mädels. Es war ein wunderbarer Tag und ich freue mich auf die nächste Tour, die dann etwas anspruchsvoller wird - versprochen!

An alle anderen Mädels aus NRW, die sich uns anschließen möchten: Schaut gerne in der Facebook-Gruppe "NRW-Wandermädels" vorbei und bei Twitter dürft ihr eure eigenen Wanderungen gerne mit dem #NRWandermädel versehen! :-)

..Käthe

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