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Madeira - Teil 4 - Roadtrip in den Nord-Westen

Wer sich verfährt, sieht etwas von der Welt. 
In unserem Fall etwas von der Insel, denn was als falsche Autobahnausfahrt anfing, wurde zum schönsten Roadtrip. Aber von vorn...

Wir starteten unseren ersten richtigen Tag auf der Insel erst einmal mit einem ausgiebigen Frühstück. Mit dem Shuttlebus des Hotels ging es dann nach Funchal (ca. 20 Min Fahrt). Zu Fuß ging es dann Richtung Autovermietung durch die Stadt, wo wir ein wenig von Streetart begleitet wurden :-)


Den ersten Stop im "eigenen" Auto legten wir dann direkt in dem kleinen Fischerdörfchen Camara de Lobos (unterhalb unseres Hotels) ein. Wir bummelten ein wenig durch den kleinen Fischereihafen, durch die kleinen Gassen, am Steinstrand entlang...

Hafen





Kleiner Randomfact: Wenn man das Parkticket falsch herum in die Ablage legt ("face down"), kostet es 6 € Strafe ;-)

Danach ging es auf den Berg zum Cabo Girao, einer gläsernen Plattform in 580m Höhe über dem Meeresspiegel. Die dazugehörige Steilklippe ist eine der höchsten in Europa. Also nichts für Menschen mit Höhenangst!! Die Aussicht ist selbstredend bombastisch, auch wenn wir leider nicht so viel Glück mit dem Wetter hatten.


Terrassenfelder unter der Aussichtsplattform


Blick Richtung Funchal

Nach einem Kaffee und einem Stück Bananenkuchen in dem dortigen Kaffee ging es wieder ins Auto und runter zur Autobahn. Der geplante Weg sollte entlang der Südküste Richtung Westzipfel gehen. In Ribeira Brava folgten wir dann aber leider nicht der VE3, sondern der VE4. Wir fuhren durch eine  tiefe Schlucht, konnten zwischen dem dichten Nebel auch immer wieder mal erkennen, wie hoch hier die Felsen sind und irgendwann kamen wir tatsächlich wieder am Meer heraus. Bis dato war ich vollstens davon überzeugt, immer noch an der Südküste zu sein - mein Liebster belehrte mich aber mit Google Maps eines besseren. Was aber dann folgte, sollte für diesen kleinen Umweg sehr entschädigen! Wir waren angekommen an der rauen Nordküste Madeiras, wo der wilde Atlantik zeigt, was er drauf hat. Wir konnten uns einfach nicht satt sehen an dieser wahnsinnigen Natur! Tosende Wellen schlugen an die Steinmauer, teilweise schwappte das Wasser über auf die Küstenstraße, kleine Wasserfälle fielen neben der Straße den Berg hinab. Es war schlicht und ergreifend atemberaubend.

Unsere Route führte uns nun also erst einmal entlang der Küstenstraße von Sao Vicente, über Seixal nach Ribeira de Janela. Wo auch immer es uns gefiel, fuhren wir ab und hielten an, um uns das Wasserspektakel in Ruhe anschauen zu können.

kurz vor Sao Vicente

Endlich wieder am Meer

Küstenstraße bei Sao Vicente
In Seixal beobachteten wir kleine Surfer bei ihrer Surfstunde im Hafenbecken und brachten fast Stunden damit zu, die Wellen mit der Kamera einzufangen. Hier gibt es auch einen der natürlichen Swimmingpools - kleine runde Becken, gefüllt mit Meerwasser und nur durch ein paar Steine vom offenen Meer abgegrenzt.

Surfer


Im Vordergrund das Schwimmbecken
In Ribeira de Janela sahen wir schon von der Straße aus eine riesige Felsnadel aus dem Meer ragen. Das wollten wir uns genauer ansehen.






Weiter ging es dann Richtung Porto Moniz, über schlechte Straßen und kleine Örtchen an der Westküste bis nach Ponta do Pargo, dem westlichsten Zipfel Madeiras. Dort folgten wir der Beschilderung zum Farol, dem Leuchtturm, an dem wir uns - ganz romantisch - den Sonnenuntergang anschauen wollten.


Porto Moniz von oben

Katzen am Leuchtturm





Den Abend haben wir dann im Restaurant O Forno ausklingen lassen. Dorthin haben uns nämlich die Tasmin und der Korbi vom Blog Travelpotatoes eingeladen, um uns kennenzulernen und ihren letzten Abend zu verbringen. Hier könnt ihr das Video dazu sehen :-)
Wir hatten sehr viel Spaß und haben uns auf Anhieb wunderbar verstanden. Ich hoffe (und gehe stark davon aus), wir werden uns noch öfter über den Weg laufen!

Fazit:

Ohne die falsche Abzweigung hätten wir vielleicht so einige schöne Spots nicht so erleben können, wie wir es an dem Tag konnten. Durch das nicht ganz so gute Wetter hatten wir die Spots größtenteils für uns allein und das recht raue Wetter passte herrlich zum aufgewühlten Meer.
Der Abend mit den Beiden war dann ein perfekter Ausklang für den ersten Tag auf Madeira.

..Käthe

Kommentare

  1. Jaja, das schöne Verfahren... damit haben wir ja auch so unsere Erfahrungen gemacht :D Und meistens ist es gar nicht so schlimm. Im Gegenteil :)
    Und der Abend mit euch war einfach ein Fest :) Wir gehen auch davon aus, euch irgendwann wieder zu begegnen :D Und danke fürs Verlinken <3

    AntwortenLöschen
  2. Wie schön, dass ihr durch einen "Unfall" so ein schönes Erlebnis hattet! Die Fotos sind wirklich toll geworden, ich möchte auch einmal gern nach Madeira, vor allem ist die Insel noch nicht so überlaufen wie ihre Nachbarn ;) Dieses Jahr starte ich auch wieder einen Roadtrip, laut den Sternen wäre der ideale Monat der September. Es geht nach Portugal :)
    lg Ulli

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